Abgeschickt von Martin Poschner am 28 Juli, 2004 um 09:36:10
Antwort auf: Re: Erkrankungen von Roland Heynkes am 29 Juni, 2004 um 19:45:08:
Zunächst stellt sich die Frage, wer, Sie oder ich, so gar nichts von der Sache versteht?
Die Zukunft wird beweisen, wessen Aussagen stimmten. Die Aussage, dass BSE eine Erbkrankheit sein kann und durch Inzucht entstehen kann, beruht auf Aussagen von Herrn Prof. Dr. Roland Scholz. Bei den Schafen ist klar, dass es sich bei Scrapie um eine Erbkrankheit handelt, die durch Inzucht ausgelöst wird. Warum solle es beim Menschen oder beim Rind ganz eine andere Funktionsweise sein? In den neuen Bundesländern sind in Herden mit über tausend Rindern nur ein Tier erkrankt. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass es sich dabei um eine Infektion durch Prionen im Futter handelt. Dann hätten mehr Tiere erkranken müssen. Soweit ich weiß, wurden die Aussagen, die Herr Scholz machte, nicht wiederlegt und es wurde auch nicht ernsthaft in England dieser Aussage nachgegangen. Ich vermute deshalb, Ihre Aussagen auf epidemiologischen Studien werden sich halt dann auf Hamstern oder Mäusen beziehen. Aber Hamster und Mäuse sind halt keine Rinder.
Die Bezirkskrankenhäuser sind voll von jungen Menschen, die Schäden im Gehirn durch Drogenmissbrauch, Fehlernährung, Magersucht, Vergiftungen oder Strahlenbelastung haben.
Es ist höchst wahrscheinlich dass bei ganz massiven Schädigungen durch obige Ursachen diese zur Plaquebildung führen und dann ev. in Verbindung mit der genetischen Veranlagung zur CJD führt. In Berichten über CJD Kranken ist immer wieder die Rede von diesen Vorerkrankungen. Eine ganze Reihe von Menschen sind alternativen Möglichkeiten der Ursachen von der BSE Erkrankung nachgegangen z.B. einer Vergiftung mit einem Mittel zur Dasselfliegenbekämpfung. Auch dieser Frage wurde nicht ernsthaft nachgegangen. 14 Jahre nach der Beendigung der Tiermehlfütterung in der Schweiz erkranken dort immer noch Rinder an BSE. Ist es da nicht an der Zeit, zu überlegen, ob der plumpe Forschungsansatz mit der oralen Infektion mit Prionen-haltigen Futter einfach falsch ist.
Wenn ein Gehirn eines toten Tieres oder eines Menschen, die an TSE erkrankt sind, aufgeschnitten wird, sieht es auf den Bildern aus wie ein Schwamm.
Dass bei einem derartig durchlöcherten Gehirn die Verbindungen zwischen den Nervenzellen nicht mehr gut funktionieren können ist klar.
Martin Poschner